Alles Näht 2017


…. war eine Mords Gaudi…
Genaugenommen war es ja so. Alle nähen außer mir … nicht ganz, denn es haben noch ein paar wenige andere nicht genäht. Allerdings ist es schon schwer für einen Außenstehenden zu verstehen, warum ich zu einem ohne Nähevent Nähmaschine fahre. Hier meine „Erklärungen“

Am Freitag war die Party und ich kam zu spät, was mir ja grundsätzlich sehr peinlich ist, doch dieser Tag war bei mir durch Laufen geprägt. Also echt, ich liebe Wien ja wirklich, aber es ist mir oft alles zu weit auseinander. Selbst innerhalb der U-Bahnstationen geht man gefühlte 100te Kilometer. 

Na wie auch immer, ich musste mich erst noch ein bisserl ausrasten, bevor ich zum Neugebäude gefahren bin.

‚Groß‘ war mein erster Gedanke….  ‚Wie komme ich zum Eingang?‘ mein zweiter. 
Irgendwo hab ich‘s Schnattern hören, dachte das ist eine Schulklasse und ging prompt vorbei. 

Der Vordereingang war quasi unsichtbar. Denn in der prallen Sonne gelegen, stand natürlich niemand davor und an ein Schild für eine herummirrende Tiroler BergLÖwin hat auch keiner gedacht 😉

Dann wollte ich bei der „Schulklasse“ nachfragen und siehe da… es war Nähgeschnatter.

Ich habe dann das Feld von hinten aufgerollt und ewig gebraucht bis ich zur Anmeldung kam. So viele liebe Leutchen auf einen Haufen, besser gesagt in einem großen Saal voller Gleichgesinnter – ein Näh-Fest-Saal …einfach nur … Waaaaaaaaaah!

Irgendwann begann die angekündigte Modenschau. Genial!… es war so ein Spaß.

Da gingen Frauen mit ihren selbstgenähten Kleidern über den „Catwalk“, keine zahnstocherdürren Topmodels, nein echte Frauen. Frauen, die Kinder geboren haben, die Formen und Figur haben, Frauen die im Leben stehen.

(Foto: Bernadette Burnett)

Und sie sahen alle toll aus. Sie versprühten Freude, Charme und Lebensenergie. Es gab nur drei Sieger, doch jede war eine Gewinnerin, allein schon weil sie dabei war.

Anschließend war noch die Stoffprinzessinnen Modeschau und ich sehr fasziniert, wie manche Stoffe, wo ich mir im Laden dachte ‚Hä, was mach ich den aus sowas?‘, fertig vernäht total cool aussehen. Und damit meine ich nicht nur den rosa Einhornstoff, an den beiden sexy Kerlen. Das war vielleicht ein Spaß, als die zwei daher kamen.

(Foto: Bernadette Burnett)

 Doch leider suche ich nach wie vor vergeblich auf Saras Online Shop nach der Artikelnummer und sie mir nach Hause zu bestellen 😉

Am Abend suchte dann eine große Truppe den in der Nähe vom Hotel gelegenen Heurigen heim. Der Wirt hatte im Grund schon Feierabend, doch konnte er uns ja wirklich nicht verhungern lassen. Dafür dass er meinte, er hat nichts mehr, tischte er dann unglaubliche Sachen auf.

Am zweiten Tag lief das Workshop Programm. Das war sehr umfangreich und ich chancenlos, mir alles anzusehen. Immerhin war ich ja zum Entspannen da. Also kann ich dir nur einen kleinen Auszug zeigen.

Schon um 10:00 habe ich bei Claudias Malala FPP Workshop mitgelauscht.

Sie erklärt das so toll und verständlich, dass wirklich jede gelernt hat, wie die Technik funktioniert.

Einer „echten“ Taschnerin habe ich auch über die Schulter geschaut.

 
Sehr interessante Techniken werden da angewandt, denn wird nicht nur genäht, sondern auch geklebt, geklemmt und gehämmert.

Von Gerda Badstuber kannst du nicht nur lernen wie es geht, sondern dich bei liebundstichfestmit schönen Taschen eindecken.

Eine Plauderstunde mit *handgefertigt* Sonia ist immer herzerfrischend, bereichernd und Mut machend. Es ist auch so wunderbar zuzuhören, wie es anderen Frauen geht, ergangen ist, in ihrer Weiterentwicklung.

Da zeigt sich dann auch wieder, dass wir mehr sind als „nur“ ein Haufen nähverrückter Weiber. Naja, das sind wir schon auch, doch steckt da ein unglaublicher Zusammenhalt, eine Gemeinschaft dahinter, die weit über ein normales Hobby hinausgeht.

Bei Ernas Enkelin – meiner Plottergura konnte ich dann noch von Maria erfahren wie einfach das mehrfärbige Plotten geht. Wovor habe ich mich eigentlich gefürchtet?

Es gab noch eine Menge anderer Workshops und Gespräche. z.B. machte Janine einen Nähmalkurs

und Frau Ringlotte zeigte, wie das Zwirnknopf machen geht.

Und es gab noch viel, viel mehr… Weit mehr als die Fotos hergeben… (leider waren diesmal sehr viele unscharf bzw. unterbelichtet)

Wenn ich rückblickend die Zeit ganz genau analysiere, wäre ich real gar nicht zum Nähen gekommen. Denn es ging um’s Freundschaften pflegen, Bekannte treffen und neue Menschen kennen lernen. Sich faszinieren lassen. motiviert werden… einfach unter meinesgleichen sein… das heißt wohlfühlen, entspannen und genießen.

(Foto: Bernadette Burnett – „Create in Austrianerinnen„)

 An dieser Stelle ein großes Danke an dich Sara, dass du schon dritten Mal keine Mühen gescheut hast, dieses großartige Treffen zu veranstalten.

Nähen verbindet – nicht nur Stoffe

2 replies to “Alles Näht 2017

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