Mädchenmode Ohne Modemaße…

… oder die vergessenen Kinder der Mode. Was ziehe ich an, ein Thema und eine Frage die wir uns, in der westlichen Welt zumindest, nahezu täglich stellen können, müssen, dürfen… Was ziehe ich meinen Kindern an? Eine Frage die wir gerne und in meinen Augen allzu früh den Kindern überlassen. Wenn wir als Erwachsene uns kaum dem Druck der Modebranche entziehen können, was machen dann die Kinder, die Jugendlichen. Speziell Mädchen identifizieren sich in dem Alter über die Mode, schöpfen ihr Selbstbewusstsein daraus und Individualismus ist gar nicht gefragt. (so gesehen brauchen wir keine Schuluniformen, denn sie sehen eh alle gleich aus) Und was machen wir, wenn unser Kind nicht die nötigen Model Masse mitbringt. In Leggins und Shirt herumlaufen lassen. Im Kindergarten naja schön und gut, aber als Jugendliche? Damit stechen diese Kinder ja zusätzlich noch „modemäßig“ voll ins Auge, werden ausgegrenzt und gemobbt. (Was dann leider dazu führt, dass sie noch frustrierter sind und immer dicker werden)

Das Thema betrifft Buben und Mädchen in gleicher Weise, doch kann ich nur über das schreiben, was mich selber betrifft, um wirklich authentisch zu bleiben. Seitenumbruch Ich habe eine Tochter die so gar nicht den Idealmaßen entspricht. Sie ist nicht nur unglaublich groß für ihr Alter (1,75cm mit 12 Jahren) sondern auch übergewichtig. (von der Schuhgröße 43 ganz zu schweigen) Mit ihrem Übergewicht steht sie an sich nicht alleine da, doch die Mode schreibt etwas ganz anderes vor und der Druck ist enorm. Susanne hat geschrieben (Das falsche Kleid – Das Frauenbild) wir sollen lernen uns in den Spiegel zu schauen. Wir sollen lernen uns so zu akzeptieren, mehr als das zu lieben wie wir sind, mit allen Pölsterchen, Falten und grauen Haaren (zum Glück bringt das Alter auch die Kurzsichtigkeit, da sieht man eh nimmer alles so ganz genau) Wenn du dich an deine eigene Pubertät erinnerst, dann weißt du, dass das als Jugendliche nicht geht. Das geht natürlich besser, wenn Mama das ein Stück weit vorlebt, denn trotz aller Widerstände ist sie ja doch noch das Vorbild. Ich versuche es so gut es geht. Das gelingt nicht immer, aber immer besser. Was ich in jedem Fall geschafft habe, meinem eigenen Stil nachzuspüren und das allein schon hilft mir mich mit mir zu idendifizieren. Das ist ein Prozess in dem ich immer noch stecke. Was jetzt allerdings in meinem Kleiderkasten hängt ist auf ein Minimum geschrumpft (dzt. sogar a bissl gar wenig). Da hängt nur mehr das was ich brauche, was mir steht und was ich mag. Den eigenen Stil zu finden das ist der Weg, den ich mit meiner Tochter eingeschlagen habe. Einschlagen musste, denn zu kaufen gibt es schon mal nix. Das ist ja grundsätzlich nicht so einfach. Dieser Spruch ist mir auf Twitter in die Hände gefallen und sagt ja schon mal quasi alles.

Doch, naja, wir gehen schon kaufen. Hosen, Shirts, Jacken, …. ganze Taschen voll sogar. Es wird nach Hause getragen und probiert. Oder besser gesagt analysiert. Was passt wo? Was sitzt schlecht und warum? Wo müsste noch was dazu oder weg?. So ist es für mich als Laie viel einfacher zu sehen, was ich verändern muss. Umgekehrt kann sich meine Tochter auf die Art alles besser vorstellen. Vielfach geht es auch um Farben und Muster. Wo dunkel, wo hell? Oder auch um Rocklängen, etc. Das ist ein Prozess, ein langwieriger, mühsamer, nervenaufreibender und einer, den wir jede Saison neu durchmachen müssen. Und glaub mir, da ist nicht immer alles eitel Wonne Sonnenschein. Das Kind ergießt sich nicht grundsätzlich in Dankbarkeit, was Mama da alles macht. Da wird auf oft gemault und gemeutert und die Meinungen, was den Stil betrifft gehen oft weit WEIT auseinander. Da wird gestritten und geschimpft und so manche Tränen vergossen. Aber dann, wenn es fertig ist, dann kommt die Freude. Bei mir und auch bei ihr. Meine Tochter ist froh, glücklich und auch stolz darauf, dass sie eine Mama hat, die so was kann und macht. Und ich bin froh, glücklich und auch stolz, wenn ich meine hübsche Tochter in zu ihr passendem Gewand sehe. Mit passend meine ich allerdings auch altersgerecht. Sie ist 12 – ZWÖLF – Jahre alt und noch weit davon entfernt erwachsen zu sein. Sie DARF noch Kind sein und DARF aussehen wie zwölf. Ich habe noch nie was davon gehalten Kinder wie Erwachsene zu kleiden (oder gar zu behandeln) Seit ich unlängst dieses Video entdeckt habe, ist mir auch ganz klar warum ich dieses Bauchgefühl immer schon hatte. Es dauert sehr lange, aber nimm dir die Zeit es anzusehen. Es muss ja nicht alles auf einmal sein. Ich wollte am Anfang auch nicht so lange, aber es hat mich dann echt gefesselt (und geschockt) Vor allem für Mädchenmamas absolut sehenswert.

Mein Mädchen arbeitet auch ganz fest daran, die Sache mit dem Gewicht in den Griff zu bekommen. Das wird auch gelingen, davon bin ich überzeugt. Ihren eigenen Stil wird sie dann allerdings bestimmt schon gefunden haben und ist damit den anderen um eine Nasenlänge voraus. Ich finde das eine sehr wertvolle Lebenserfahrung in Sachen Selbstbewusstsein.

Ich denke ich bin mal nicht die einzige Mama die sich mit dem Thema auseinander setzt. Hast du dazu auch etwas zu sagen, Tipps, Ideen.. etc.

Hier soll eine Serie Serie starten, entsprechendem Interesse vielleicht sogar linkparty, das muss ich mir noch überlegen, bzw. das soll sich entwickeln. Sei dabei, hilf mit, denk darüber nach.